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KI-gestütztes Lernen: Wie die Zukunft des Unterrichts aussehen könnte

Aktualisiert: 27. März 2023

Wir beginnen mit ein paar didaktischen Grundsätzen: Mithilfe der KI kann das Lernen effektiver, praxisbezogener und individualisiert werden. Das macht es Schülerinnen und Schüler leichter, sich auf die Herausforderungen der digitalen Gesellschaft vorzubereiten. Durch Nutzung von KI-Tools können Lehrkräfte den Unterricht an die Bedürfnisse und Fähigkeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler anpassen. So kann jeder individuell gefördert werden, was zu einer höheren Motivation und besseren Lernergebnissen führt.


Natürlich darf man nicht außer Acht lassen, dass es auch Herausforderungen bei der Integration von künstlicher Intelligenz in den Schulalltag gibt: Datenschutzfragen müssen geklärt werden; es braucht ausreichende Ressourcen (wie etwa Computer) sowie qualifizierte Pädagog*innen mit entsprechendem Know-how


Insgesamt jedoch birgt das Potenzial der künstlichen Intelligenz für das Bildungssystem vielversprechende Chancen - insbesondere wenn man bedenkt, welch wichtige Rolle digitale Kompetenz heute spielt!





  1. KI als Werkzeug: KI sollte als Werkzeug betrachtet werden, um Schülerinnen und Schülern dabei zu helfen, Probleme zu lösen, und nicht als Ersatz für menschliches Denken und Lernen.

  2. Transparenz: Schülerinnen und Schüler sollten verstehen, wie KI-Systeme funktionieren und welche Daten sie nutzen, um Entscheidungen zu treffen. Dadurch wird die Transparenz und Nachvollziehbarkeit des KI-Einsatzes gewährleistet.

  3. Interdisziplinarität: KI kann in verschiedenen Fächern eingesetzt werden, wie beispielsweise in Mathematik, Informatik, Biologie oder Sprachwissenschaft. Dadurch wird eine interdisziplinäre Herangehensweise an KI gefördert.

  4. Ethik und soziale Verantwortung: Schülerinnen und Schüler sollten lernen, über die ethischen und sozialen Auswirkungen von KI nachzudenken, wie beispielsweise die Verwendung von KI zur Überwachung oder zur Diskriminierung von Personen. Dadurch wird eine kritische Auseinandersetzung mit KI und deren gesellschaftlichen Implikationen gefördert.

  5. Anpassungsfähigkeit: Da KI-Technologien sich schnell weiterentwickeln, sollten Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler in der Lage sein, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit KI kontinuierlich anzupassen und zu aktualisieren.

  6. Individualisierung: KI kann genutzt werden, um das Lernen individueller zu gestalten, indem beispielsweise adaptive Lernsysteme eingesetzt werden, die den Lernfortschritt von Schülerinnen und Schülern überwachen und entsprechend anpassen.

  7. Zusammenarbeit: KI kann dazu beitragen, die Zusammenarbeit zwischen Schülerinnen und Schülern zu fördern, indem beispielsweise KI-basierte Projekte durchgeführt werden, bei denen Schülerinnen und Schüler in Teams arbeiten.

  8. Nachhaltigkeit: Bei der Integration von KI in den Unterricht sollte auch die Nachhaltigkeit im Blickpunkt stehen, indem beispielsweise diskutiert wird, wie KI-Technologien dazu beitragen können, ökologische Herausforderungen zu bewältigen.

  9. Evaluierung: Es ist wichtig, den Einsatz von KI im Unterricht zu evaluieren, um sicherzustellen, dass die gesteckten Ziele erreicht werden und um den Einsatz von KI kontinuierlich zu verbessern.

  10. Validierung: Die Validierung von KI-Systemen ist von entscheidender Bedeutung, da diese Systeme oft auf große Datenmengen zugreifen und komplexe Entscheidungen auf der Grundlage dieser Daten treffen. Es ist daher wichtig, dass die Daten korrekt und aussagekräftig sind und dass die Algorithmen und Modelle, die zur Analyse der Daten verwendet werden, richtig funktionieren und verlässliche Ergebnisse liefern.


Welche Unterrichtsszenarien stelle ich mir vor? Ein Ansatz - der vielleicht auch durch Ihre Ideen fortgeschrieben wird ...


  1. KI-Recherche und Präsentation von Fachinhalten, ohne jedoch die Suche auf Fakten und Erklärungen zu beschränken. Operatoren, wie verdeutlichen, analysieren, systematisieren, vergleichen, bewerten stehen im Vordergrund.

    1. Die Schülerinnen und Schüler sollen verdeutlichen, dass die Leistungen von Konrad Zuse und Alan Turing maßgeblich die Entwicklung der künstlichen Intelligenz gefördert haben

    2. Den Schülern kann die Aufforderung erteilt werden, verschiedene Ergebnisse von textbasierten KI-Systemen zu analysieren und die These zu überprüfen, dass KI "weiß, europäisch und männlich" ist.

  2. Lassen Sie die KI zum Beispiel eine Gedichtinterpretation durchführen. Bewerten Sie das Ergebnis und finden Sie Argumente dafür und dagegen. (Grenzen der KI?)

  3. Die Schülerinnen und Schüler werden gebeten, die Aussagen von Goethes Faust zu analysieren und ihre konkrete Bedeutung für sie als Lernende zu reflektieren.

  4. Es wird vorgeschlagen, Textproben sowohl von der KI als auch von den Schülerinnen und Schülern zu vergleichen und auf Fehler oder Inkonsistenzen zu achten. Die Schülerinnen und Schüler können dabei Fehler wie Rechtschreib- oder Grammatikfehler, aber auch stilistische Unterschiede und Kohärenzprobleme aufdecken. Es kann auch hilfreich sein, spezifische Bewertungskriterien zu entwickeln, um die Leistung der KI objektiv zu beurteilen und ihre Stärken und Schwächen zu identifizieren.

  5. Formulieren Sie als Lehrer verschiedene Aufgaben zum gleichen Thema, mit unterschiedlichen Operatoren. Differenzieren Sie damit Ihren Unterricht durch personalisierte Aufgabenstellungen.

    1. Eine mögliche Aufgabe könnte lauten: "Beschreiben Sie in einem Aufsatz die Auswirkungen des Klimawandels auf die Artenvielfalt." Hier wird der Operator "Beschreiben" verwendet, um die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, eine detaillierte Beschreibung der Auswirkungen des Klimawandels auf die Artenvielfalt zu geben.

    2. Eine weitere Aufgabe könnte lauten: "Analysieren Sie in einem Diagramm die Veränderungen der globalen Temperaturen in den letzten 50 Jahren." Hier wird der Operator "Analysieren" verwendet, um die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, Daten zu sammeln und zu analysieren, um Trends und Muster zu identifizieren.

    3. Eine dritte Aufgabe könnte lauten: "Diskutieren Sie in einem Gruppenprojekt die Möglichkeiten zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft." Hier wird der Operator "Diskutieren" verwendet, um die Schülerinnen und Schüler dazu aufzufordern, verschiedene Lösungen und Perspektiven zu diskutieren und gemeinsam eine Lösung zu finden.

  6. Geben Sie den Schülern die Möglichkeit, die KI kennenzulernen. Lassen Sie den Einstz der KI evaluieren (Effektivität der eingesetzten KI-Technologien, die Lernergebnisse der Schülerinnen und Schüler, die sozialen und ethischen Auswirkungen von KI und die Vorhersebarkeit von Entscheidungen der KI durch den Menschen)

    1. Die Schülerinnen und Schüler sollten auch die Vorhersehbarkeit von Entscheidungen der KI durch den Menschen betrachten, indem sie beispielsweise analysieren, wie Entscheidungen der KI getroffen werden und welche Daten zur Entscheidungsfindung genutzt werden.

    2. Durch die Evaluierung des Einsatzes von KI im Unterricht können die Schülerinnen und Schüler ein Verständnis für die Potenziale und Grenzen von KI entwickeln und gleichzeitig die Fähigkeit, kritisch zu denken und zu reflektieren, verbessern.

  7. Den Schülerinnen und Schülern wird die Aufgabe gestellt, sich mit Programmierung, Algorithmierung und Effizienz auseinanderzusetzen und zu untersuchen, ob Mensch oder KI besser sind.

    1. Sie sollen sich zunächst mit der Programmierung von Algorithmen beschäftigen und lernen sowie die Effizienz von menschlicher und künstlicher Intelligenz vergleichen und untersuchen, welche Methode für verschiedene Anwendungen besser geeignet ist.

    2. Die Schülerinnen und Schüler sollen auch lernen, wie man die Effizienz von Algorithmen und Programmen bewertet und messbar macht, indem sie beispielsweise Laufzeitvergleiche durchführen.

    3. Im Hinblick auf die Frage, ob Mensch oder KI besser sind, sollen die Schülerinnen und Schüler die Stärken und Schwächen von beiden untersuchen und bewerten. Sie sollen dabei auch die Fähigkeiten und Einschränkungen von KI-Systemen und menschlichen Denk- und Lernprozessen berücksichtigen.

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