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KI und Urheberecht

Aktualisiert: 9. März 2023

In der heutigen digitalen Welt ist das Thema Urheberrecht von großer Bedeutung, insbesondere im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz (KI). Mit der ständig wachsenden Menge an digitalen Inhalten und der Fähigkeit von KI-Systemen, diese Inhalte zu analysieren, zu reproduzieren und zu transformieren, gibt es viele Fragen, die hinsichtlich des Urheberrechts aufkommen.



Eines der Hauptprobleme bei der Verwendung von KI im Zusammenhang mit urheberrechtlich geschützten Inhalten ist, dass KI-Systeme in der Lage sind, Inhalte in großem Maßstab zu kopieren, zu ändern und zu reproduzieren. Dies kann zu einer Verletzung des Urheberrechts führen, insbesondere wenn es sich um geschützte Werke handelt.



Ein weiteres Problem ist, dass KI-Systeme oft auf bereits vorhandenen Daten trainiert werden, was bedeutet, dass sie auf urheberrechtlich geschützte Inhalte zugreifen können, um ihre Fähigkeiten zu verbessern. Wenn KI-Systeme auf diese Weise trainiert werden, kann dies dazu führen, dass sie bestimmte urheberrechtlich geschützte Elemente in ihre eigenen Kreationen integrieren, ohne dass der Urheber dies genehmigt hat.



Um diese Herausforderungen anzugehen, gibt es verschiedene Ansätze. Eine Möglichkeit besteht darin, dass Urheber ihre Werke kennzeichnen und damit die Verwendung von KI in Bezug auf ihre Werke einschränken. Darüber hinaus können Lizenzverträge genutzt werden, um die Verwendung von urheberrechtlich geschützten Inhalten durch KI-Systeme zu regulieren.



Es gibt auch Möglichkeiten, wie KI eingesetzt werden kann, um das Urheberrecht zu stärken. Zum Beispiel könnten KI-Systeme eingesetzt werden, um Urheberrechtsverletzungen automatisch zu erkennen und zu melden. KI könnte auch genutzt werden, um den Schutz von Urheberrechten zu verbessern, indem sie Kreativitätshemmnisse oder Plagiate identifizieren kann.



Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Thema KI und Urheberrecht noch viele Herausforderungen mit sich bringt. Es ist jedoch wichtig, diese Herausforderungen anzugehen, um sicherzustellen, dass das Urheberrecht auch in der digitalen Welt respektiert und geschützt wird. Die Zusammenarbeit zwischen Urhebern, KI-Entwicklern und Gesetzgebern ist der Schlüssel, um eine Lösung zu finden, die für alle Beteiligten akzeptabel ist.


###### Die Nutzung von KI generierten Werken stellt die Frage auf, ob diese Werke Urheberrechte verletzen könnten, wenn sie stark an bestehende Werke erinnern oder Teile davon kopieren. Eine Übernahme fremder Werke oder deren Umgestaltung ohne Einwilligung des Urhebers ist grundsätzlich nicht erlaubt, es sei denn, das neue Werk hat einen "hinreichenden Abstand" zum benutzten Werk. Bei KI-Werken erkennt die KI nur abstrakte Regeln aus Millionen Bildern, Texten oder Musikstücken, was in aller Regel zu einem völlig eigenem "Werk" führt, bei dem die Urheberrechte des "Lernmaterials" nicht verletzt werden. Allerdings können bestimmte, eigentümliche Merkmale von Werken durchaus geschützt sein, wie bei einem erkennbaren Sample in der Musik. Solche Samples können erlaubt sein, wenn sich das neue Werk kreativ mit dem vorbestehenden Werk auseinandersetzt. Wenn eine KI etwas selbstständig aus Vorlagen kreiert, ist das keine "kreative Auseinandersetzung" mit dem vorbestehenden Werk, da hier kein Mensch kreativ wird, und KI-"Werke" dürften Urheberrechte verletzen.


(Solmecke, 2023,

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